Brazilian Jiu-Jitsu

BJJ ist eine südamerikanische Variante des Kōdōkan Jūdō, es wurde von Hélio Gracie in den 1920er Jahren entwickelt. Aufgrund seiner geringen Körpergröße funktionierten viele der Judo-Techniken bei ihm nicht, deshalb modifizierte er das System mit einem größeren Fokus auf Bodenkampf und Submissions (zu Deutsch „Aufgabetechniken“), das heißt Würgegriffe und Gelenkhebel. BJJ konzentriert sich auf den Einsatz dieser Techniken und kommt ohne Schläge und Tritte aus. Als Resultat kann tatsächlich ein Gegner unabhängig von seiner Körpergröße besiegt werden, und das alles bei einer geringeren Verletzungsgefahr als bei Mixed Martial Arts. Weltweite Berühmtheit erlangte BJJ durch die Ultimate Fighting Championship (UFC), zählt aber selbst nicht zu den Mixed Martial Arts.
BJJ-Techniken sind stark individualisierbar. Es gibt einen ganzen Katalog von Techniken, die erlernt werden können, aber nicht müssen. Sie entwickeln sich ständig weiter – nicht nur der Kämpfer, sondern auch die Techniken müssen sich beweisen: Durch intensives Überprüfen und Verbessern unter Übungs- und Wettkampfbedingungen.